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Jul 12

Erasmus wir kommen – Tag 34

Der zweitletzte Tag startet in Schoonhoven beim Schwimmbad, wo Mario gleich die Gunst der Stunde nutzt und ein Schwimmtraining einbaut. 3 Kilometerlegt er liegender Weise im kühlen Nass zurück, während dem ich mich auf dem Lek-Dijk Richtung Rotterdam bewege. Rund 36 Kilometerwerden es heute sein bis auf die bekannte Erasmusbrug, dem Rheinkilometer 1000. Der Sommer zeigt sich mit jedem Tag von seiner besseren Seite und so freue mich auch schon bald über ein leichtes Lüftchen, welches mir über meine transpirierende Haut streicht. Verschiedene kleine Dörfer säumen den Weg und man merkt dass es langsam urbaner wird. Hier in Holland ist beinahe jedes fünfte Haus mit „te Koop“ angeschrieben, die Immobilienpreise müssten hier eigentlich im Keller liegen. Kurz vor der Mittagsrast tauchen auf der anderen Lek-Seite einige „Windmolen“ auf. Kinderdijk ist mit seinen 19 Stück wohl die malerischste Mühlenlandschaft von Holland. Anschliessend heisst es zum letzten Mal Mittagsrast. Denn die Schlussetappe möchten wir in einem Zug (also zu Fuss) durchziehen. Für dieses Festmahl hat sich Mario etwas ganz spezielles ausgedacht. Er möchte wohl, dass ich ab morgen seine Kochkünste nicht vermisse und versetzt den Reis mit einer extra Portion Meersalz oder Mehrsalz. 🙂  Dadurch nehmen wir auch genug Flüssigkeit für die Nachmittagsetappe zu uns. Von hier ist es nicht mehr weit bis zur Hafenstadt Rotterdam. Langsam tauchen am Horizont die ersten Hochhäuser auf und die Brücken stehen anzahlmässig auch nicht weit hinten an. Wie schon erwähnt ist mein Ziel die Erasmusbrug. Dazu mache ich noch eine Zusatzschlaufe, sozusagen eine Sightseeingtour durch die zweitgrösste Stadt der Niederlande. Die Uhr zeigt mittlerweile 4 pm und wieder einmal hupt es hinter mir, Mario lässt es sich nicht nehmen, diese extravagante Brücke mit dem Womo zu überqueren. Auf der anderen Seite wartet schon meine Familie. Ich freue mich, Jacqueline und Gianina seit Langem mal wieder in die Arme schliessen zu können! Ein sehr emotionaler Moment für mich, da mittlerweile doch ein paar Wochen vergangen sind!
Das heutige Nachtlager ist auf dem Stadtscamping, rund 3km nördlich des Bahnhofs. Für das Dinner nehmen wir den Bus und landen direkt in Chinatown, darum wechseln wir unseren Essenswunsch kurzerhand vom italienisch ins chinesisch. 🙂  Um den grossen Portionen Herr zu werden, haben wir dann Riccardo einfliegen lassen, der die „Reste“ noch wegputzt.
Das mit dem Einschlafen ist auch nicht so einfach, denn was eine Grossstadt so mit sich bringt ist der Strassenlärm, den wir uns halt nicht mehr gewöhnt sind.


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